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1966

Einweihung des Synagogenneubaus am 11. September 1966

Die Einweihung des Synagogenneubaus hatte für die Jüdische Gemeinde Wiesbaden eine große Bedeutung. Jüdisches Leben war in Wiesbaden unwiderruflich wiederentstanden.

„Die Herrlichkeit und Würde der Königstochter ist im Innern. Wir sind nicht dafür, dass wir mit Gepränge auftreten, mit einem großen Aufwand. Wir sind mehr dafür, dass wir überzeugen durch den inneren Wert unserer Tätigkeit. Und ich glaube, dass das seine Anerkennung finden wird in den Herzen aller der, die gut gesinnt sind.“ So beschrieb Landesrabbiner Dr. Isaak Emil Lichtigfeld den Synagogenneubau, der das alte Gebäude im Hinterhof am selben Ort ersetzt hat. Er beschreibt damit aber noch mehr und zwar die Arbeit der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden. Ministerpräsident Dr. Georg August Zinn sprach Worte des Gedenkens, Oberbürgermeister Georg Buch vertrat die Landeshauptstadt Wiesbaden beim Festakt zur Einweihung der neuen Synagoge am 11. September 1966. Auch Nachkommen Wiesbadener Jüdinnen und Juden, die in der Shoah ermordet wurden, und Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden, die vom NS-Regime zur Auswanderung getrieben wurden, nahmen an der Einweihung teil. Die Stadt Wiesbaden übernahm die Kosten für An- und Abreise sowie ihren Aufenthalt in Wiesbaden.